Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) der Zieger Akademie für den Meisterkurs zur Vorbereitung der Meisterprüfung

1. Allgemeines

Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen regeln die Vertragsbeziehungen zwischen der Zieger Akademie (ZA) und dem Teilnehmer (TN) in Verbindung mit dem Fortbildungsvertrag der Zieger Akademie für den Meisterkurs. Sie sind wesentliche Bestandteile des Vertrages und werden als solcher vom Teilnehmer anerkannt.Der Teilnehmer wurde ausdrücklich auf die Geltung dieser Allgemeinen Geschäftsbedingungen hingewiesen. Sein Einverständnis mit diesen AGB bestätigt der Teilnehmer durch seine Unterschrift.

2. Fortbildungsinstitution

Zieger Akademie, Sigismundstr. 9, 78462 Konstanz, Tel.: 07531 / 128359-0, Fax: 07531 / 128359-19 Ansprechpartner: Frau und Herr Zieger

3. Fortbildungsziele und Lehrgangsinhalt

Vermittlung der theoretischen und praktischen Kenntnisse und Fertigkeiten, die zum Bestehen für die Meisterprüfung im Friseurhandwerk erforderlich sind.

4. Voraussetzung zur Teilnahme an der Meisterprüfung

Voraussetzung zur Teilnahme an der Meisterprüfung ist die Zulassung durch die Handwerkskammer Konstanz. Der Nachweis der Erfüllung dieser Voraussetzung obliegt dem Teilnehmer. Er sendet die erforderlichen Unterlagen (Lebenslauf, Geburtsurkunde oder Kopie des Personalausweises, Gesellenbrief) an die Handwerkskammer Konstanz, Webersteig 3, 78462 Konstanz. Kosten für die Abnahme der Meisterprüfung entstehen unabhängig von den Gebühren für den Meistervorbereitungslehrgang der ZA. Die Gebühren für die Meisterprüfung sind gesondert nach entsprechender Rechnungsstellung an die Handwerkskammer Konstanz zu bezahlen. ZA übernimmt keine Garantie für die Zulassung des Teilnehmers zur Meisterprüfung durch die Handwerkskammer Konstanz.

5. Lehrgangsdauer

Die Lehrgangsdauer beträgt in der Regel 14 Wochen und ist nur ausnahmsweise kürzer. Die Ausbildungskurse werden in Vollzeit (Montag – Freitag) und ganztägig abgehalten. Montag – Mittwoch: 8:00-18:30 Uhr und Donnerstag – Freitag: 8:00-15:00 Uhr.

6. Lehrgangsgebühren

Die Höhe der Lehrgangsgebühren ist im Fortbildungsvertrag vereinbart. Die Lehrgangsgebühren sind zu den vereinbarten Terminen pünktlich auf das Konto der ZA bei der Volksbank Konstanz, IBAN: DE33 692 910 00 214 072254 zu überweisen. Kommt der Teilnehmer mit einer Zahlungsrate mehr als 14 Tage in Rückstand, wird die gesamte offene Forderung sofort in voller Höhe fällig. ZA ist berechtigt, ihre Dienstleistungsverpflichtung aus dem Fortbildungsvertrag zurückzuhalten und daher den Teilnehmer zu den Fortbildungskursen nicht zuzulassen, wenn und solange der Teilnehmer seine Zahlungsverpflichtungen aufgrund des Fortbildungsvertrages nicht erfüllt hat. Der Teilnehmer ist verpflichtet, jede Veränderung seiner Wohnadresse unverzüglich schriftlich der ZA mittzuteilen, solange noch irgendeine Zahlungsforderung ihm gegenüber offen ist.

7. Anmeldung

Der Teilnehmer kann sich persönlich bei der ZA oder schriftlich per Fax oder E-Mail anmelden. Auch eine telefonische Reservierung eines Platzes in einem Fortbildungslehrgang ist möglich. Jede Anmeldung ist auch vor einer schriftlichen Bestätigung verbindlich. Eine Anmeldung per E-Mail ist auch dann rechtsverbindlich, wenn keine elektronische Unterschrift zur Verfügung steht und durch Anerkennung der AGB der ZA durch Ankreuzung im elektronischen Anmeldeformular per E-Mail dies bestätigt wird. Die Lehrgangsgebühr ist entsprechend den im Fortbildungsvertrag vereinbarten Zahlungsterminen fällig. Bei Zahlungsverzug des Teilnehmers ist ZA berechtigt, nach erfolglosem Setzen einer Nachfrist vom Vertrag zurückzutreten und Schadensersatz wegen Verzuges zu verlangen. ZA behält sich das Recht vor, bei Unmöglichkeit, bei höherer Gewalt, Streik und Naturkatastrophen die Veranstaltung abzusagen oder zu verschieben. Wird die Veranstaltung abgesagt, erhält der Teilnehmer die von ihm bezahlte Lehrgangsgebühr zurück. Ein weitergehender Schadensersatzanspruch ist ausgeschlossen, sofern der Schaden nicht auf einer grob fahrlässigen oder vorsätzlichen Pflichtverletzung von ZA oder auf einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzung eines gesetzlichen Vertreters oder Erfüllungsgehilfen von ZA beruht.

8. Pflichten des Schülers

Die Unterrichtsräume und ihre Einrichtungen sind vom Teilnehmer pfleglich zu behandeln, die Räume sind nach Ende der Kursstunden in ordentlichem Zustand zu verlassen. In den Räumlichkeiten gilt absolutes Rauchverbot. Persönliches Werkzeug, Bürsten, Taschenrechner, Schreibmaterial, Schreib- bzw. Notizblöcke etc. müssen vom Teilnehmer mitgebracht werden. Haarschneidemaschine, Fön oder andere elektrische Geräte sowie Dauerwellen- und Volumenwickel und Clipse werden von ZA gestellt. Werkzeuge und Materialien für Hand- und Nageldesign, pflegende und dekorative Kosmetik und zwei Schneidemedien müssen vom Schüler gesondert bezahlt werden.

Folgende Materialien sind vom TN zu kaufen:
  • Bücher (Handwerkerfibel, Fachkundebuch ca. 100 €)
  • 2x Schneidekopf (ca. 45 €)
  • 1x Hochsteckkopf (ca. 90 €)
  • eventuell individuelle Kopierkosten

Jeder Teilnehmer ist für die Ordnung und Sauberkeit an dem ihm zugewiesenen Ausbildungsplatz selbst verantwortlich. Er muss die ihm übergebenen und ausgeliehenen Werkzeuge und Materialien pfleglich behandeln. Für mutwillig verursachte Schäden an diesen Sachen kommt der Teilnehmer auf. Für schuldhaft abhanden gekommene Gegenstände haftet der Teilnehmer (Hierfür wird ein Pfand in Höhe von 200 Euro zu Kursbeginn erhoben). Für die mitgebrachten Utensilien wird seitens von ZA keine Haftung übernommen, es sei denn, es sei ihr grob fahrlässige oder vorsätzliche Handlungsweise vorzuwerfen. Der Teilnehmer muss auf seine Garderobe und andere mitgebrachte Gegenstände selbst achten. Die Haftung von ZA für diese Sachen ist ausgeschlossen, es sei denn, ihr sei grob fahrlässiges oder vorsätzliches Verhalten vorzuwerfen. Die Teilnahme am theoretischen und praktischen Unterricht sollte für jeden Teilnehmer im Interesse einer erfolgreichen Ablegung der Meisterprüfung als selbstverständlich angesehen werden.

9. Pflichten der ZA

Der Leistungsumfang der von ZA angebotenen Lehrgansveranstaltungen ergibt sich aus der jeweiligen Kursbeschreibung. Weitergehende Leistungsverpflichtungen von ZA, insbesondere die Entwicklung teilnehmerspezifischer Problemlösungen, bestehen nicht. ZA ist berechtigt, die Schulunterlagen nach dem jeweils neusten Stand zu überarbeiten. Hieraus kann der Teilnehmer keine Ansprüche herleiten. Schulungsunterlagen dürfen ohne Genehmigung von ZA nicht vervielfältigt werden. Für Sonderkopien wird eine Gebühr erhoben. Videoaufnahmen, Bandmitschnitte und Fotografieren sind während der Lehrgangsveranstaltungen nicht gestattet, es sei denn für Schulungszwecke. ZA darf die Daten, die der Kursverwaltung dienen, aufzeichnen. Der Teilnehmer erklärt sich mit der Aufnahme und Speicherung der ihn betreffenden Daten einverstanden.

10. Kündigung

Der Fortbildungsvertrag ist für jede Vertragspartei nur aus wichtigem Grund kündbar. Die Kündigung bedarf zur Wirksamkeit der Schriftform. Bei einer Kündigung bis zum Ausbildungsbeginn hat der Teilnehmer 50 % der Lehrgangsgebühr als Entschädigung zu bezahlen. Bei einer Kündigung nach Beginn der Ausbildungszeit hat der Teilnehmer neben der anteiligen Lehrgangsgebühr bis zur Kündigung 50 % der Vergütung für die Ausbildungseinheiten nach der Kündigung zu bezahlen. Dem Teilnehmer steht der Nachweis frei, dass ZA ein wesentlich niedrigerer oder gar kein Schaden entstanden ist.

11. Aufhebungsvertrag

Eine Aufhebung des Fortbildungsvertrages ist mit beiderseitigem Einverständnis nach Vereinbarung der beiderseitigen Vertragspflichten natürlich jederzeit möglich.

12. Erfüllungsort / Gerichtsstand

Erfüllungsort und Gerichtsstand ist, soweit gesetzlich zulässig, Konstanz. Konstanz als Gerichtsstand wird auch für den Fall ausdrücklich vereinbart, dass der Teilnehmer nach Vertragsschluss seinen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthaltsort in das Ausland verlegt oder sein Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthalt im Zeitpunkt der Klagerhebung nicht bekannt ist.

13. Haftungsbeschränkung

Beide Vertragsparteien haften für nachgewiesene Pflichtverletzungen und Schäden im Zusammenhang mit dem Fortbildungsvertrag nur bei grober Fahrlässigkeit und Vorsatz.

14. Unterkunft

Hinsichtlich der Unterkunft des Teilnehmers gilt der Fortbildungsvertrag. Der Teilnehmer ist verpflichtet, sich an die entsprechende Hausordnung zu halten.

15. Hausrecht, Weisungsbefugnis

Der jeweilige Lehrgangsleiter sowie die Ausbilder und Dozenten haben das Hausrecht und Weisungsbefugnis. Ihren Anordnungen ist Folge zu leisten. Sie sind berechtigt, bei Nichtbefolgung ihrer Weisungen im Rahmen des Lehrgangs den Teilnehmer teilweise oder völlig vom weiteren Kursverlauf auszuschließen, nachdem diese Folge dem Teilnehmer angedroht worden ist und der Teilnehmer sich trotzdem nicht an die Anweisung des Kursleiters/Dozenten hält. Die Weisungsbefugnis bezieht sich auch auf die Fortbildung im Allgemeinen, d. h. die Ausgestaltung und Dauer der jeweiligen Unterrichtseinheit in Praxis und Theorie, und liegt allein im Ermessen des Ausbilders/Dozenten. In allen Theorie- und Praxisräumen gilt ein Handyverbot. Während des theoretischen und praktischen Unterrichts ist der Verzehr von Lebensmitteln und Getränken untersagt und nur ausnahmsweise mit Genehmigung einer weisungsbefugten Person zulässig. Wird ein Teilnehmer wegen hartnäckiger Nichtbefolgung des Hausrechts oder von Weisungen des Lehrgangsleiters oder Dozenten vom weiteren Verlauf des Kurses ganz oder teilweise ausgeschlossen, bleibt der Teilnehmer bei einem schuldhaften Verstoß zur Zahlung der vereinbarten Lehrgangsgebühren verpflichtet.

16. Sonstige Leistungen des Teilnehmers

Der Teilnehmer verpflichtet sich:
1. Alle Lehrgangsgebühren, Miete, Pfand und sonstige Gebühren rechtzeitig zu bezahlen,
2. sich an die vereinbarten AGB zu halten,
3. bei Krankheit ein ärztliches Attest vorzulegen, und
4. dem Ruf und Ansehen der Schule keinen Schaden zuzufügen.

17. Bücher für den Unterricht

Die Fachbücher sind mitzubringen oder über ZA zu bestellen. Alle Bücher müssen neu oder noch aktuell sein.
Holzmann Verlag Handwerkerfibel 1 bis 4 (ca. 60 €)
ISBN: 978-3-7783-0639-0
Bildungsverlag Eins,
Fachkunde für Frisöre (ca. 40 €)
Bildungsverlag Eins,
ISBN: 978-3-8242-2125-X
Arbeitsblätter
ISBN: 978-3-8242-0209-X

18. Stundenplan

Theoretischer Unterricht:
Montag bis Freitag 08:00 – 15:00 Uhr

Praktischer Unterricht:
Montag bis Freitag 15.30 – 18:30 Uhr

Abweichungen vom Stundenplan werden vom Schulleiter rechtzeitig bekannt gegeben. Um eine erfolgreiche Ausbildung und Prüfung zu gewährleisten, ist es unbedingt notwendig, am theoretischen und praktischen Unterricht teilzunehmen.

19. Arbeitskleidung

Schwarze Arbeitskleidung ist nur für die praktischen Prüfungsteilen notwendig. Beim Prüfungsteil Kosmetik ist weiße Arbeitskleidung notwendig. In der theoretischen und praktischen Ausbildung ist ordentliche und hygienisch einwandfreie Kleidung zu tragen.

20. Modelle

Facon- und Dauerwellen-Modelle zur Meisterprüfung werden von der ZA gestellt. Das Projektmodell muss vom TN selbst gestellt werden.

21. Prüfungs- und Modellmaterialien

Für die Nutzung der Arbeitsgeräte, Arbeitsmaterialien und Produkte, die in den Schulräumen verwendet werden, fallen außer in den in § 8 beschriebenen Fällen keine gesonderten Kosten an. Individuelle Materialien können zu besonderen Konditionen über ZA erworben werden. Eigene Produkte können bei der Prüfung verwendet werden. Die Kosten dafür trägt der TN.

22. Kaution für die gestellten Arbeitsmaterialien und die Unterkunft

Für die gestellten Arbeitsmaterialien und die Unterkunft wird eine Kaution in Höhe von 200 € erhoben. Diese muss vor Lehrgangsbeginn auf das Konto von ZA überwiesen werden. Nach Beendigung des Lehrgangs wird über die Kaution abgerechnet, nachdem das Zimmer abgenommen sowie Schlüssel und Materialien und Gegenstände an ZA zurückgegeben worden sind.

23. Versicherungsschutz

Für den Versicherungsschutz während des Lehrganges bzw. der einzelnen Veranstaltungen sowie auf dem Weg zu diesen und zurück hat der Teilnehmer selbst zu sorgen. Schadensfälle die sich im Zusammenhang mit der Fortbildung bzw. den Lehrveranstaltungen ereignen, sind vom Teilnehmer unverzüglich der ZA zu melden.

24. Salvatorische Klausel

Sollte eine Bestimmung dieser AGB unwirksam oder undurchführbar sein, so berührt dies die Wirksamkeit des Vertrages und der AGB im Übrigen nicht. Die Parteien verpflichten sich in derartigen Fällen, eine wirksame und durchführbare Bestimmung an die Stelle der unwirksamen bzw. undurchführbaren Klausel zu setzen, die dem Geist und Zweck der zu ersetzenden Bestimmung soweit als möglich entspricht. Dasselbe gilt auch für etwaige Lücken in den AGB. Diese salvatorische Klausel gilt ebenso für den Fortbildungsvertrag.